Tag der Verkehrswirtschaft

Datum

9. Juni 2015

Kurze Zusammenfassung von Clustermanager Thomas Meißner

Die Verkehrssysteme der Zukunft müssen sich einer ganzen Bandbreite von Herausforderungen stellen, die nicht leicht unter einen Hut zu bringen sind. Eine hohe Effizienz zählt dazu, aber gleichzeitig sind hohe Anforderungen in Sachen Umweltfreundlichkeit, Zuverlässigkeit, Komfort und Sicherheit zu erfüllen. Der Schlüssel, den zum Teil divergierenden Anforderungen gerecht zu werden, liegt in der Digitalisierung. Auf dem Tag der Verkehrswirtschaft am 09.06.2015, gemeinsam veranstaltet von der IHK Berlin und Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, wurde deutlich, dass die Digitalisierung unverzichtbar ist, notwendige Integrationsschritte in Verkehrssystemen voranzutreiben. Integration muss dabei auf verschiedenen Ebenen ablaufen: Integration von öffentlichem und Individualverkehr, von Hard- und Software, von Daten und Diensten.
Mit zunehmender Automatisierung durch Digitalisierung gewinnen juristische und ethische Fragstellungen einen ganz neuen Stellenwert. Darüber wird die Herausforderung deutlich, mit den im Verkehr höchst unterschiedlichen Innovationszyklen klar zu kommen – Schienenfahrzeuge beispielsweise mit Lebensdauern von 20 Jahren und mehr auf der einen und Zyklen in der Informationstechnik, die sich häufig in Monaten bemessen, auf der anderen Seite.

Besonders deutlich zeigte die von mehr als 200 Fachleuten besuchte Veranstaltung die Entwicklungsdynamik auf, die mit der Digitalisierung im Mobilitätsgeschehen verbunden ist. Als Innovationstreiber spielt die Digitalisierung die zentrale Rolle für alle Verkehrsmittel – und in erster Linie für die Entwicklung des intermodalen Verkehrs über die Branchengrenzen hinweg.

Die Digitalisierung verändert das Verkehrsgeschehen, macht neue Mobilitätsangebote und den automatisierten Betrieb von Kraftfahrzeugen überhaupt erst möglich. Die Region Berlin-Brandenburg besitzt im Cluster Verkehr, Mobilität und Logistik das Potenzial, mit hier ansässigen Unternehmen und Forschungseinrichtungen neue Wertschöpfung aufzubauen. Insofern besteht eine gewisse Analogie zur Elektromobilität, wo sich die Hauptstadtregion - nicht zuletzt mit dem großen Schaufensterprojekt - im internationalen Spitzenfeld etabliert hat.

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